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Exakt und przise kommentieren renommierte Expertinnen und Experten die aktuelle Rechtsprechung.
Arbeitsrecht
Qualification du contrat d'un chef d'orchestre
Vincent Carron
Le Tribunal fdral confirme la qualification de contrat de travail de l'engagement d'un chef d'orchestre pour une priode de prs de quatre mois, assorti de diverses restrictions.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_53/2021 vom 21. September 2021
Publiziert am 26. November 2021
Rsiliation immdiate
Vincent Carron
Le Tribunal fdral confirme le licenciement immdiat d'un employ qui se consacre un levage de chats, dont l'ampleur dpasse un simple hobby, durant une priode d'incapacit de travail, et utilise cette fin son numro professionnel.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_379/2021 vom 21. September 2021
Publiziert am 26. November 2021
Abandon d'emploi et rsiliation avec effet immdiat
Catherine Weniger
Le fait de planifier une opration non urgente pendant le dlai de cong ne manifeste pas d'emble une intention d'abandonner son poste. L'omission d'en informer l'employeur immdiatement est une violation du devoir de fidlit, qui ne suffit pas en soi justifier une rsiliation immdiate.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_91/2021 vom 19. Juli 2021
Publiziert am 24. November 2021
Ordonnance sur les domestiques privs (ODPr); contrat de travail
Catherine Weniger
L'ordonnance sur les domestiques privs (ODPr) est une norme spciale qui prvaut sur les contrats-types cantonaux relatifs aux travailleurs de l'conomie domestique, qui ne sont ainsi pas applicables aux personnes couvertes par l'ODPr. Le salaire en cas de demeure de l'employeur est un droit relativement impratif auquel un employ ne peut renoncer pendant la dure du contrat.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_526/2020 vom 26. Juli 2021
Publiziert am 24. November 2021
Conclusion d'un contrat / accord de volont
Catherine Weniger
Rappel des principes gnraux sur la conclusion des contrats et de leur interprtation.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_156/2021 vom 16. Juli 2021
Publiziert am 24. November 2021
Auslnderrecht
Bundesgerichtliche Missbrauchsrechtsprechung zum Familiennachzug
Sophia Rovelli
Das Bundesgericht hatte im Urteil 2C_574/2020 vom 27. Juli 2021 zu prfen, ob die Voraussetzungen fr einen Anspruch auf Familiennachzug vorlagen. Dafr evaluierte es den Zweck des Art. 42 Abs. 2 AIG mit Blick auf das Freizgigkeitsabkommen, sprach den nachzuziehenden Familienmitgliedern ein echtes Interesse an der im EU-Staat Polen ausgebten Erwerbsttigkeit ab und verneinte das Recht auf Familiennachzug, ungeachtet der erfllten formalen Voraussetzungen. Dies, obwohl im Lichte der Rechtsprechung des EuGH - auf welcher Art. 42 Abs. 2 AIG basiert - der Anspruch wohl zu bejahen wre und nicht als rechtsmissbruchlich gelten drfte.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_574/2020 vom 27. Juli 2021
Publiziert am 19. November 2021
Dublin-Haft nach Art. 76a AIG
Bemerkungen zum Urteil des Bundesgerichts 2C_549/2021 vom 3. September 2021
Marco Weiss
Die Dublin-Haft nach Art. 76a AIG wirft in der Praxis noch viele offene Fragen auf, die bis heute nicht hchstrichterlich geklrt worden sind. Im vorliegenden Urteil des Bundesgerichts 2C_549/2021 vom 3. September 2021 sieht sich das Bundesgericht mit diversen offenen Fragen rund um die Dublin-Haft nach Art. 76a AIG konfrontiert, namentlich ob ein formeller Mangel zur Freilassung aus der Dublin-Haft fhren kann und ob Art. 76a Abs. 4 AIG als mit Vlkerrecht vereinbar erscheint. Das Gericht versumt es aber, wichtige Praxisfragen zu klren.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_549/2021 vom 03. September 2021
Publiziert am 18. November 2021
Erbrecht
Hohe Beweishrden fr den Nachweis einer Urteilsunfhigkeit
Fabrizio Liechti
Der Beweis, wonach eine Testatorin ihren Willen nicht frei bilden konnte und demnach urteilsunfhig war, ist - trotz Reduktion des Beweismasses - nur sehr schwer zu erbringen.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_914/2019 vom 15. April 2021
Publiziert am 10. November 2021
Beweislast hinsichtlich der Echtheit bei Testamenten
Fabrizio Liechti
Bei einem Testament, welches den gesetzlich vorgeschriebenen Formen und Erfordernissen entspricht, kann das Gericht seine Echtheit vermuten.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_226/2019 vom 31. Mrz 2021
Publiziert am 10. November 2021
Gesellschaftsrecht und Finanzmarktrecht
Austritt aus der GmbH fr bedeutende Gesellschafter
Gibt es Wege aus dem Patt?
Xenia Karametaxas
In diesem Grundsatzentscheid besttigte das Bundesgericht ein Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgaus, dass ein Gesellschafter nicht aus wichtigem Grund aus einer GmbH austreten darf, wenn dieser Austritt dazu fhren wrde, dass die Gesellschaft eigene Anteile im Nennwert von ber 35% halten wrde.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_209/2021 vom 19. Juli 2021 publiziert als BGE 147 III 505
Publiziert am 17. November 2021
Nur Bares ist Wahres und nur verbriefte Aktien sind wahre Aktien
Urteil 4A_39/2021 zum Recht des Aktionrs auf Verbriefung von Namenaktien
Pascal Zysset
In diesem Urteil befasste sich das Bundesgericht mit der gesetzlich nicht explizit geregelten und in der Lehre umstrittenen Frage, ob Aktionre einen Anspruch auf Verbriefung ihrer Namenaktien haben. Das Gericht bejahte einen entsprechenden gesetzlichen Anspruch, sofern die Statuten nichts Gegenteiliges festhalten.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_39/2021 vom 09. August 2021 publiziert als BGE 147 III 469
Publiziert am 04. November 2021
Immaterialgterrecht
Rotes Kreuz und Markenrecht
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, B-827/2018, B-1565/2018 vom 9. Februar 2021
Bettina Beck / Yannick Reber
Das BVGer hatte sich im zu besprechenden Urteil mit der Frage zu befassen, wie sich die grundstzlich zulssige Eintragung des Schweizerkreuzes mit der nach wie vor verbotenen Eintragung des Roten Kreuzes vereinbaren lasse. Im Ergebnis lsst es die Zeichen SWISS+CLUSIV und SWISS+CLUSIV (fig.) zum Markenschutz zu, da den Kreuzsymbolen im vorliegenden Fall nur der Sinn eines Schweizerkreuzes zukommen knne und deshalb keine Verwechslungsgefahr mit dem Roten Kreuz bestehe.
Kommentar zu: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-827/2018 vom 09. Februar 2021
Publiziert am 24. November 2021
Sachenrecht
Grundbucheintrag vs. Dienstbarkeitsvertrag
Martina Frischkopf
Die Dritterwerberin eines Baurechtsgrundstcks kann sich nicht auf den Erwerbsgrund berufen, um daraus einen fr sich vorteilhaften Inhalt der Dienstbarkeit abzuleiten, der dem klaren Grundbucheintrag widerspricht. Eine Vertragsklausel, die eine automatische Verlngerung des Baurechts mit Kndigungsvorbehalt vorsieht, ist angesichts der im Grundbuch eingetragenen klaren zeitlichen Befristung des Baurechts ohne Relevanz. Art. 779b Abs. 1 ZGB vermag an diesem Ergebnis nichts zu ndern.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_1007/2020 vom 02. Juli 2021
Publiziert am 24. November 2021
Gerichtliche Lschung einer Grunddienstbarkeit gemss Art. 736 Abs. 1 ZGB
Zur gerichtlichen Lschung einer Dienstbarkeit, welche fr das berechtigte Grundstck alles Interesse verloren hat
Alice Brunner
Bei der Lschung einer Grunddienstbarkeit i.S.v. Art. 736 Abs. 1 ZGB ist zu prfen, ob der Eigentmer des herrschenden Grundstcks noch ein Interesse an der Ausbung der Grunddienstbarkeit hat und wie sich dieses Interesse zu jenem verhlt, welches anlsslich der Begrndung der Grunddienstbarkeit bestand. Das Interesse ist nicht mehr gegeben, wenn sich ein Stadtviertel und die Ausgestaltung eines Grundstckes seit Errichtung der Dienstbarkeit grundlegend gendert hat und der ursprngliche Zweck der Grunddienstbarkeit darin bestand, eine nachbarschaftliche Ruhe und den lndlichen Charakter des Viertels zu erhalten.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_162/2021 vom 09. September 2021
Publiziert am 24. November 2021
Bestimmung des Vorkaufspreises im Baurechtsverhltnis
Zur Verbindlichkeit nicht ffentlich beurkundeter Nebenabreden fr den Vorkaufsberechtigten
Sarina Brun
Im Urteil 5A_782/2020 vom 23. August 2021 ging es um die Bestimmung der Vorkaufsbedingungen, genauer den Vorkaufspreis, eines selbstndigen und dauernden Baurechts. Das Bundesgericht hielt fest, dass auch nicht ffentlich beurkundete Nebenabreden des Drittvertrages fr den Vorkaufsberechtigten massgeblich sind. Es bejahte im Hinblick auf den Vertrauensgrundsatz eine objektive Auslegung des Grundstckkaufvertrages, wenn der wirkliche Wille der Vertragsparteien dem Vorkaufsberechtigten nicht bekannt ist.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_782/2020 vom 23. August 2021
Publiziert am 24. November 2021
Fristbeginn nach Art. 839 Abs. 2 ZGB bei vorzeitigem Bauabbruch
Enea Laube
Das Bundesgericht besttigt seine Rechtsprechung, wonach im Falle eines vorzeitigen Abbruchs der werkvertraglichen Arbeiten die Viermonatsfrist von Art. 839 Abs. 2 ZGB zur Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts bereits vor Vollendung der Bauarbeiten mit diesem Vertragsrcktritt zu laufen beginnt. Weiter lsst das Bundesgericht die Frage offen, ob hinsichtlich Glaubhaftmachung der Gefhrdung des Pfandanspruchs auch dann herabgesetzte Anforderungen gelten, wenn die vorlufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts schon vor Vollendung der Arbeiten ersucht wird.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_1047/2020 vom 04. August 2021
Publiziert am 19. November 2021
Notwendigkeit des Notwegrechts gemss Art. 694 ZGB
Davide Gioiello
Gegenstand des franzsischsprachigen Urteils 5A_345/2021 vom 14. September 2021 bildet die Verhinderung des Zugangs von einzelnen Gebuden zu einer ffentlichen Strasse durch die Beschwerdefhrerin. Das Bundesgericht setzte sich in der Folge mit der Voraussetzung der fehlenden oder ungengenden Verbindung zu einer ffentlichen Strasse auseinander, insbesondere der Notwendigkeit eines Wegrechts sowie mit der Frage, inwiefern eine bereits vorhandene Zufahrt eine gengende Wegverbindung i.S.v. Art. 694 ZGB fr einzelne Gebude eines bebauten Grundstcks darstellt.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_345/2021 vom 14. September 2021
Publiziert am 17. November 2021
Vertragsrecht
Qualifikation einer Anzahlung als unechte Konventionalstrafe
Valentin Freiermuth / Dario Galli / Markus Vischer
In seinem Urteil 4A_227/2020 vom 28. Januar 2021 qualifizierte das Bundesgericht eine Reservationsanzahlung ber CHF 7'000'000 fr den Kauf eines Grundstcks mit einem Kaufpreis von CHF 13'000'000 als unechte Konventionalstrafe und nicht als Entschdigung fr die Einrumung eines Kaufrechts. Es schtzte die vorinstanzliche Herabsetzung der unechten Konventionalstrafe auf CHF 1'300'000.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_227/2020 vom 28. Januar 2021
Publiziert am 30. November 2021
Konkludenter Verzicht der Parteien auf eine Suspensivbedingung
Claude Schmid / Dario Galli / Markus Vischer
In seinem Urteil 4A_394/2020 vom 3. Dezember 2020 entschied das Bundesgericht, dass die Vertragsparteien auf eine Suspensivbedingung im Rahmen eines Betriebskaufs (Asset Deals), wonach der laufende Mietvertrag zwischen der Verkuferin und dem Vermieter entweder bernommen oder ein neuer Mietvertrag zu den gleichen Bedingungen abgeschlossen werden muss, nur gemeinsam verzichten konnten. Es erwog, dass die Vertragsparteien vorliegend konkludent auf die Suspensivbedingung verzichtet hatten, indem einerseits der Kufer den neuen Mietvertrag im Wissen um den erhhten Mietzins unterzeichnet und andererseits die Verkuferin die Schlssel zu den Geschftsrumlichkeiten dem Kufer bergeben habe.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_394/2020 vom 03. Dezember 2020
Publiziert am 12. November 2021
Die aktuellsten juristischen Neuigkeiten werden Ihnen in den Blogs kompakt zusammengefasst.
Bau- und Immobilienrecht
Umbau von Stallscheune in Ferienhaus / Schutzwrdigkeit verneint
Fabian Klaber
La zone rserve et le contrle incident de la planification (art. 21 al. 2 LAT)
Tobias Sievert
Datenschutzrecht
Art. 328b OR keine Verbotsnorm, sondern Bearbeitungsgrundsatz
Valentin Freiermuth
Familien- und Personenrecht
Vorsorgliche Massnahmen vor Rechtshngigkeit der selbstndigen Kinderunterhaltsklage
Jean-Michel Ludin
Gesellschaftsrecht und Finanzmarktrecht
Entre rappels jurisprudentiels et casuistique
Vak Mller
La fin du taux plancher et le stop-loss inexcut
Clian Hirsch
La responsabilit des administrateurs victimes d'une escroquerie au Prsident
Clian Hirsch
Immaterialgterrecht
STELLAR
Florence Clerc
IPR/IZPR und Arbitration
Validity of CAS arbitration clause upheld despite party's alleged lack of financial means (Swiss Supreme Court)
Philippe Brtsch / Marco Vedovatti
Challenge inadmissible due to valid waiver of right to challenge award
Katherine Bell / Luka Groselj
First request for revision of award under new law deemed inadmissible
Simon Demaurex / Anya George
Strafrecht
Ralisation anticipe de cryptoactifs squestrs
Fabio Burgener
La lgislation sur les jeux d'argent confronte la rgle de la lex mitior
Camille Montavon
Les obligations des autorits pnales en cas de confiscation prononce aprs le dcs du prvenu
Ryan Gauderon
Mittterschaft bei Vergewaltigung
David Meirich
L'intermdiaire a-t-il le droit de conserver ses honoraires ?
Fabio Burgener
Strassenverkehrsrecht
Pflichtgemsses Verhalten nach Verkehrsunfall
David Meirich
Vertragsrecht
Contract management: the risks of not reacting to annotations made by the other party at the time of signing of the contract
Malak El Addal / Jacques de Werra
Du rachat d'un fonds de placement amricain un litige d'assurance en Suisse
Nicolas Rouvinez
Shareholders' dispute regarding a former joint venture: Are today's partners tomorrow's enemies?
Marie Jenny
Zivilprozessrecht
Negative Feststellungswiderklage bei Teilklage; Feststellungsinteresse; Besttigung der Rechtsprechung
Martin Rauber
Teilurteil ber Vorsorgeausgleich
Jean-Michel Ludin
Leistung des eherechtlichen Prozesskostenvorschusses fr das Scheidungsverfahren ist keine Prozessvoraussetzung
Jean-Michel Ludin
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