Kommentare | Blogs
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Arbeitsrecht
Contrats successifs ; vacances
Olivier Subilia
Même dans le milieu académique, lorsqu'un enseignant est systématiquement et pendant une longue période engagé par une succession de contrats conclus pour une année scolaire, l'on est en présence d'un contrat unique.Si l'employeur a accordé plus de vacances que le minimum légal via un supplément de salaire et que celui-ci n'est pas considéré comme valable, l'employeur doit les vacances supplémentaires contractuellement prévues en sus et pas seulement les vacances légales.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_215/2019 vom 7. Oktober 2019
Publiziert am 30. April 2020
Lien entre un contrat de travail et un contrat de prêt
Olivier Subilia
Lorsque le travailleur conclut simultanément un contrat de travail et un contrat de prêt avec son employeur, le second étant remboursable par compensation avec le premier, le contrat de prêt ne devient pas automatiquement une partie ou une annexe du contrat de travail.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_80/2019 vom 25. November 2019
Publiziert am 30. April 2020
Licenciement à la veille d'un transfert d'entreprise suivi d'un réengagement par le repreneur
Olivier Subilia
Lorsque le cédant d'une entreprise résilie le contrat d'un travailleur à l'occasion du transfert et que le repreneur réengage immédiatement le travailleur, le contrat de travail est réputé repris aux conditions de l'article 333 CO.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_102/2019 vom 20. Dezember 2019
Publiziert am 30. April 2020
Paiement des heures supplémentaires et clausula rebus sic stantibus
Vincent Carron
Le Tribunal confirme un cas d'application du droit à un paiement des heures supplémentaires par application de la clausula rebus sic stantibus.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_485/2019 vom 4. Februar 2020
Publiziert am 29. April 2020
Erbrecht
Erbeinsetzung oder Pflichtteilsvermächtnis?
Fabrizio Liechti
Bei der Auslegung eines öffentlich beurkundeten Testaments im Rahmen einer Ausstellung eines Erbenscheins geht es um die Frage, ob eine erblasserische Verfügung als Erbeinsetzung oder als Pflichtteilsvermächtnis auszulegen ist.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_91/2019 vom 4. Februar 2020
Publiziert am 30. April 2020
Gesellschaftsrecht und Finanzmarktrecht
Swissair: Pflichtgemässe Verletzung von Kapitalschutzvorschriften?
In seinem jüngsten Urteil zur Swissair gibt sich das Bundesgericht in mehrfacher Hinsicht konzern- und organfreundlich. Insbesondere reduziert das Urteil das Verantwortlichkeitsrisiko bei der Konzernfinanzierung.
Daniel M. Häusermann / Oliver Kneubühl
Organe von Konzerngesellschaften, die unter Verletzung von Kapitalschutzvorschriften Konzernfinanzierungen gewähren, handeln unter Art. 754 OR pflichtgemäss, wenn die Finanzierung im Gesellschaftsinteresse liegt. Ist die Finanzierung für den Betrieb der finanzierenden Gesellschaft notwendig, kommt die Business Judgment Rule zur Anwendung. Daneben relativiert das Bundesgericht seine Grundsatzkritik am Cash Pooling und äussert sich wohlwollend zu einem engeren Anwendungsbereich von Art. 716a Abs. 1 OR im Konzern.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_268/2018 vom 18. November 2019
Publiziert am 30. April 2020
Gesundheitsrecht
St. Galler Praxis zur Beweiswürdigung medizinischer Gutachten
Urteil des Bundesgerichts 9C_824/2019 vom 14. Januar 2020
Marco Weiss
Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vertrat den Ansatz, dass die Anzahl der von den Sozialversicherungsträgern bei einem Arzt eingeholten mono- oder bidisziplinären Gutachten (deren Vergabe frei durch die Sozialversicherungsträger und nicht nach Art. 72bis IVV erfolgt) Auswirkungen auf dessen Unabhängigkeit nehmen könne: Wer von den Sozialversicherungsträgern wirtschaftlich abhängig sei, könne als Gutachter nicht unabhängig und unparteiisch agieren. Das Bundesgericht verneint diese Praxis.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 9C_824/2019 vom 14. Januar 2020
Publiziert am 29. April 2020
Sachenrecht
Dienstbarkeitsvertragsauslegung und die Stufenordnung von Art. 738 ZGB
Philipp Eberhard
Das Bundesgericht hatte sich im Urteil 5A_47/2019 vom 5. September 2019 mit der Bestimmung über Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit in Form eines Wegbenützungsrechts zu beschäftigen. Bei der Auslegung des Dienstbarkeitsvertrags hat es sich dabei auf die Stufenordnung von Art. 738 ZGB betreffend die Ermittlung von Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit nach deren Eintrag gestützt. Aufgrund des Auslegungsergebnisses wurde die Beschwerde abgewiesen.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_47/2019 vom 5. September 2019
Publiziert am 30. April 2020
Sachenrechtliche Kriterien zur Unterscheidung von Fahrnis- und Dauerbauten
Philipp Eberhard
Das Bundesgericht musste sich im Urteil 5A_453/2019 mit der Auslegung eines Dienstbarkeitsvertrags auseinandersetzen. Insbesondere war strittig, ob eine Konstruktion bestehend aus neun in zwei Ebenen aufgestellten Containern, aus einem 10 Meter hohen Zementtank sowie aus zwei Mulden als Dauerbaute oder als Fahrnisbaute zu qualifizieren sei. Das Bundesgericht schützte die Auslegungsmethode des zweitinstanzlichen Gerichts des Kantons Genf, welches darauf erkannte, dass die vorliegend streitige Baute bzw. Anlage als «construction mobilière» - also als Fahrnisbaute - aufzufassen sei und wies die Beschwerde in Anwendung der in der Rechtsprechung entwickelten Qualifikationskriterien vor diesem Hintergrund ab.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_453/2019 vom 20. November 2019
Publiziert am 30. April 2020
Zum sachlichen Anwendungsbereich des Deliktsgerichtsstands nach Art. 5 Ziff. 3 LugÜ
Internationale handelsgerichtliche Zuständigkeit und die «nicht schadensrechtliche Natur» der gesetzlichen Bürgschaft gemäss Art. 839 Abs. 4 ZGB
Philipp Eberhard
Im Entscheid 4A_283/2018 vom 9. Juli 2019 setzte sich das Bundesgericht hauptsächlich mit zwei Problemfeldern auseinander. Das erste Problemfeld betraf den Fall der gesetzlichen Bürgschaft nach Art. 839 Abs. 4 ZGB. Obschon es aufgrund der Prozessgeschichte über diesen Punkt nicht mehr zu befinden hatte, führte das Bundesgericht interessante Punkte über diesen in der Judikatur selten behandelten Artikel auf. Das zweite Problemfeld betraf die internationale Zuständigkeit des Handelsgerichts St. Gallen in diesem schweizerisch-österreichischen Sachverhalt. Diesbezüglich schützte das Bundesgericht die Argumentationsweise des Handelsgerichts St. Gallen, welches seine internationale Zuständigkeit vorliegend verneinte.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_283/2018 vom 9. Juli 2019
Publiziert am 30. April 2020
Die Rechtsnatur des Ermächtigungsbeschlusses der Stockwerkeigentümergemeinschaft
Qualifikation von Art. 649b Abs. 2 ZGB als materiell-rechtliche Voraussetzung und nicht als Prozessvoraussetzung
Philipp Eberhard
Das Bundesgericht hatte sich in diesem facettenreichen Urteil 5A_735/2019 vom 3. März 2020 mit allerlei materiellrechtlichen sowie prozessualen Vorbringen auseinanderzusetzen. In Bezug auf eine Rüge des Beschwerdeführers liess es sich nicht nehmen, im Rahmen eines obiter dictum auf einen Entscheid aus dem Jahr 2015 zurückzukommen (vgl. Urteil 5A_447/2014 vom 12. Januar 2015) und daran zu erinnern, dass der in Art. 649b Abs. 2 ZGB normierte Ermächtigungsbeschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft, im Einklang mit der Lehre, nicht als Prozess- und damit Sachurteilsvoraussetzung, sondern als materiell-rechtliche Voraussetzung einzustufen sei.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_735/2019 vom 3. März 2020
Publiziert am 30. April 2020
Strafrecht
Wiederholungsgefahr als besonderer Haftgrund bei Vermögensdelikten
Wiederholungsgefahr nur bei ungünstiger Rückfallprognose und erheblicher Sicherheitsgefährdung
Annika Burrichter
Das Bundesgericht verneinte den besonderen Haftgrund der Wiederholungsgefahr und entliess einen Beschuldigten unverzüglich aus der Untersuchungshaft. Dabei bestätigte es seine Rechtsprechung, wonach die erhebliche Sicherheitsgefährdung des Beschuldigten unabhängig vom Vorliegen einer ungünstigen Rückfallprognose zu beurteilen ist. Dem Kriterium der erheblichen Sicherheitsgefährdung kommt gerade bei Vermögensdelikten eine besondere Rolle zu. So müssen die «Vermögensdelikte die Geschädigten besonders hart bzw. ähnlich treffen wie ein Gewaltdelikt.»
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 1B_6/2020 vom 29. Januar 2020, zur Publikation vorgesehen
Publiziert am 30. April 2020
Respect du délai de recours et preuve par film enregistré
Lysandre Papadopoulos
L'auteur analyse l'arrêt 6B_157/2020 du 7 février 2020, dans lequel le Tribunal fédéral juge un recours irrecevable alors même que l'avocat du recourant a offert de prouver - certes un jour après la fin du délai de recours - le respect dudit délai par un enregistrement vidéo effectué au moyen d'un téléphone portable.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 6B_157/2020 vom 7. Februar 2020
Publiziert am 29. April 2020
Vertragsrecht
Auslegung von Suspensivbedingungen
Meike Pauletzki / Dario Galli / Markus Vischer
In seinem Urteil 4A_267/2019 vom 5. September 2019 entschied das Bundesgericht, dass die Suspensivbedingungen einer Earn out-Klausel in einem Kaufvertrag über ein Immobiliengeschäft nicht erfüllt seien, da eine interne Umschichtung des Vermögens des Käufers nicht als «Verkauf» qualifiziere und eine «positive Entwicklung dieses Immobiliengeschäfts» nicht auszumachen sei.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_267/2019 vom 5. September 2019
Publiziert am 30. April 2020
Die aktuellsten juristischen Neuigkeiten werden Ihnen in den Blogs kompakt zusammengefasst.
Allgemeines Verwaltungsrecht
Verfügung der Bundeskanzlei betreffend Zustandekommen eines Referendums / Nichteintretensentscheid
Fabian Klaber
Ausländerrecht
Le droit de demeurer en Suisse après la fin de l'activité économique indépendante en cas de condamnation pénale
Marion Chautard
Immaterialgüterrecht
Archroma Management GmbH / accroma labtec AG
Nicolas Guyot
Arveron SA / ARVEYRON-RHÔNE Sàrl
Nicolas Guyot
Steuerrecht
La disparition de la pertinence vraisemblable en cours de procédure
Tobias Sievert
Strafprozessrecht
Du for de l'action pénale contre une banque
Katia Villard
L'effet suspensif du recours dirigé contre une ordonnance de disjonction
Quentin Cuendet
Le droit de visite du père présumé d'un enfant dont la mère se trouve en détention
Marion Chautard
La détention pour des motifs de sûreté en vue d'une décision judiciaire ultérieure indépendante
Quentin Cuendet
Strafrecht
L'enregistrement d'une conversation non publique
Célian Hirsch
Un like peut-il être pénal ?
Célian Hirsch
La notion d'infanticide et l'influence de l'état puerpéral (art. 116 CP)
Marie-Hélène Spiess
Strassenverkehrsrecht
L'examen des mesures d'assainissement en cas de modification notable d'une installation
Tobias Sievert
Vertragsrecht
Les conséquences d'un cumul d'actions prohibé par la loi
Célian Hirsch
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