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Arbeitsrecht
Protection de la personnalit - tort moral ; licenciement abusif
Anne Troillet
Le Tribunal fdral carte l'existence de mobbing s'agissant du comportement de deux suprieurs hirarchiques successifs, dans la mesure o l'agressivit ainsi que le fait de se montrer froid, cassant et dsagrable ne visaient pas l'employe en question plus que les autres. De mme, les traits de caractre des suprieurs ou l'antipathie naturelle prouve pour l'employe n'taient en soi pas constitutifs de harclement psychologique ou d'une autre forme de violation des droits de la personnalit atteignant une gravit objective suffisante pour justifier une indemnit pour tort moral.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_714/2014 vom 22. Mai 2015
Publiziert am 27. August 2015
Droit de la fonction publique (Neuchtel)
Anne Troillet
Le Tribunal fdral confirme le jugement cantonal qui retient le bien-fond de la dcision de licenciement d'un cadre de l'administration cantonale neuchteloise, dont le comportement tait l'origine de problmes relationnels srieux avec plusieurs de ses subordonns et tait ds lors nuisible au travail en commun et de nature nuire la bonne marche du service.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 8C_585/2014 vom 29. Mai 2015
Publiziert am 27. August 2015
Bau- und Immobilienrecht
Anspruch auf ein gehrig besetztes Gericht
Nicole Tschirky / Louisa Galbraith
Das Bundesgericht bejaht in BGer 1C_610/2014 die Verletzung des Anspruchs auf ein gehrig besetztes Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV) durch die Fllung eines Urteils in Viererbesetzung anstelle der gesetzlich vorgesehenen Fnferbesetzung.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 1C_610/2014 vom 24. Juli 2015
Publiziert am 20. August 2015
EGMR Urteile
Erbrecht
Durchsetzung eines unter Erben vereinbarten Gewinnbeteiligungsrechts an Nachlassgrundstcken
Sandra Spirig
Es ist nicht willkrlich, die Einvernahme eines Notars zu den Hintergrnden einer vor 10 Jahren redigierten Erbenvereinbarung abzulehnen, weil nicht anzunehmen ist, dass sich ein Notar, der tglich viele Urkunden redigiert, nach so langer Zeit erinnern kann, was mit einer bestimmten Formulierung gemeint war (E.2.). Wenn ein Gewinnbeteiligungsrecht an smtlichen Grundstcken vereinbart wurde, so knnen aufgrund der starken Ausdruckskraft dieser Formulierung keine Ausnahmen geltend gemacht werden (E.2.). Informations- und Abrechnungsrechte knnen selbstndig eingeklagt und mit Strafandrohung gemss Art. 292 StGB durchgesetzt werden (E.3.).
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_708/2014 vom 23. Mrz 2015
Publiziert am 19. August 2015
ffentliches Testament: Doppelt gelesen schadet nicht
Gian Sandro Genna
Das Bundesgericht hlt im Entscheid BGer 5A_483/2014 fest, dass es bei der ffentlichen Beurkundung eines Testaments nicht schade, wenn die Urkunde von der Testatorin selbst gelesen wird und der Notar ihr den Text zustzlich vorliest. Entscheidend sei einzig, dass zumindest eines der beiden bundesrechtlichen Beurkundungsverfahren fr das ffentliche Testament gemss Art. 499 ff. ZGB (Selbstlesungs- oder Vorlesungsverfahren) vollstndig durchgefhrt wird.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_483/2014 vom 23. April 2015
Publiziert am 06. August 2015
ffentliches Verfahrensrecht und Verwaltungsrecht
Zulssigkeit der Begrenzung der Strassenprostitution auf vier Stunden pro Tag
Markus Heer
Aus der Wirtschaftsfreiheit lsst sich ein bedingter Anspruch auf Bentzung des ffentlichen Grundes fr die Strassenprostitution ableiten. Da die Prostitution aber nicht nur in der Form der Strassenprostitution ausgebt werden kann, ist es zulssig dem Drittinteresse, nicht durch die negativen Begleiterscheinungen der Strassenprostitution gestrt zu werden, insofern zum Durchbruch zu verhelfen, als diese auf vier Stunden pro Tag begrenzt wird.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_106/2015 vom 26. Juni 2015
Publiziert am 26. August 2015
Selbstndige Anfechtbarkeit von Kostenvorschussverfgungen
Kaspar Plss
Kostenvorschussverfgungen smtlicher Kantonsbehrden sind selbstndig anfechtbar. Dies ergibt sich aus dem Bundesgerichtsgesetz und gilt deshalb auch fr Kantone, deren Verwaltungsrechtspflegeordnung keine selbstndige Anfechtung von Kostenvorschussverfgungen vorsieht.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_596/2014 vom 06. Mrz 2015
Publiziert am 14. August 2015
Anfechtbarkeit von wiederholbaren nicht bestandenen Prfungen
Kaspar Plss
Das Bundesgericht hielt im franzsischsprachigen Urteil 2D_2/2015 erstmals explizit fest, dass nicht nur definitiv nicht bestandene Prfungen mit subsidirer Verfassungsbeschwerde anfechtbar sind, sondern auch wiederholbare nicht bestandene Prfungen. Diese Regel muss auch von den kantonalen Rechtsmittelinstanzen beachtet werden (Art. 111 BGG).
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2D_2/2015 vom 22. Mai 2015
Publiziert am 14. August 2015
ffentliches Wirtschaftsrecht
Marchs publics, recours de la Comco, application de la clause d'urgence
Etienne Poltier
L'arrt comment ici accueille un recours en matire de droit public de la Commission de la concurrence (Comco) dans le domaine des marchs publics ; en substance, c'est tort que le pouvoir adjudicateur, en raison de l'urgence allgue, a omis d'engager une procdure ouverte ou slective, impliquant une concurrence pleine et entire, avant d'attribuer le march. Ce prononc aborde de nombreuses questions de procdure et de fond en droit des marchs publics.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_1131/2013 vom 31. Mrz 2015 publiziert als BGE 141 II 113
Publiziert am 13. August 2015
Privatversicherungsrecht
Zusammenwirken von versicherten und nicht versicherten Gefahren im Versicherungsfall
Leistungsreduktion des Versicherers setzt gengende vertragliche Grundlage voraus
Clemens von Zedtwitz
Das Bundesgericht bekrftigt, dass die Bestimmung von Art. 33 VVG den Umfang der vom Versicherer bernommenen Gefahr in dem Sinne regelt, als im Zweifel von einer umfassenden bernahme der versicherten Gefahr auszugehen ist. Davon ist nur abzuweichen, wenn das Gesetz oder der Versicherungsvertrag eine bestimmte und unzweideutige Beschrnkung der Gefahrsbernahme enthlt. Die (blosse) Formulierung im Versicherungsvertrag, dass nicht versicherte Gefahren und deren Folgen von der Versicherungsdeckung ausgeschlossen sein sollen, ist gemss dem vorliegenden Entscheid fr den Versicherer keine gengende Grundlage zur Leistungsreduktion, wenn versicherte und nicht versicherte Gefahren je einzeln den Eintritt des Ereignisses verursachen.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_153/2015 vom 25. Juni 2015
Publiziert am 20. August 2015
Weblaw App
Vertragsrecht
Stellvertretungsrecht bei Abschluss eines Trdelvertrags
Abgrenzung der direkten von der indirekten Stellvertretung (Urteil des Bundesgerichts 4A_496/2014 vom 11. Februar 2015)
Dario Galli / Markus Vischer
Das Bundesgericht grenzt in seinem Urteil vom 11. Februar 2015 die direkte von der indirekten Stellvertretung ab und hlt die diesbezglich massgeblichen Kriterien fest. Ein besonderes Augenmerk richtet das Bundesgericht auf jene Konstellationen, wo sich der Eigentmer einer beweglichen Sache eines Vermittlers bedient, um diese zu verkaufen.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_496/2014 vom 11. Februar 2015
Publiziert am 31. August 2015
Beweislast fr die Kaufpreiszahlung
Beweislastverteilung fr die erfolgte Kaufpreiszahlung beim Fahrniskauf (Urteil des Bundesgerichts 4D_6/2015 vom 22. Mai 2015)
Dario Galli / Linda Bieri / Markus Vischer
Das Bundesgericht ussert sich in seinem Urteil vom 22. Mai 2015 zur Beweislastverteilung fr die erfolgte Bezahlung des Kaufpreises. Beim Handkauf gilt eine natrliche Vermutung fr die Kaufpreiszahlung.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4D_6/2015 vom 22. Mai 2015
Publiziert am 19. August 2015
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