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Arbeitsrecht
Procdure civile - validit de l'autorisation de procder. Canton de Vaud
Anne Troillet
L'existence d'une autorisation de procder valable, dlivre par une autorit de conciliation comptente, est une condition de recevabilit de la demande, ceci bien qu'une telle condition ne figure pas expressment l'art. 59 al. 2 CPC. Il n'existe aucune voie de recours l'encontre de l'autorisation de procder, celle-ci ne constituant pas une dcision. Une contestation de la validit de l'autorisation de procder au moment de la rponse la demande au fond n'est pas contraire aux rgles de la bonne foi.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_28/2013 vom 03. Juni 2013 publiziert als BGE 139 III 273
Publiziert am 17. Juli 2013
Bonus ; licenciement abusif
Anne Troillet
Bonus : interprtation des dclarations et manifestations de volont entre cocontractants selon le principe de la confiance. Rappel de la jurisprudence rcente en matire de bonus : lorsque le salaire suffit largement un train de vie appropri du travailleur et qu'il reprsente en outre un multiple du salaire moyen, un montant supplmentaire doit tre considr comme une gratification et non comme du salaire, quelle que soit son importance par rapport au salaire.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_447/2012 vom 17. Mai 2013
Publiziert am 17. Juli 2013
Rsiliation abusive de travailleurs gs. De l'ATF 132 III 115 l'arrt du 18 fvrier 2013 (4A_558/2012) : volution de la jurisprudence.
Vincent Carron
Aprs avoir rendu un arrt remarqu sur les devoirs accrus de l'employeur vis--vis de ses employs gs (ATF 132 IIII 115), le Tribunal fdral en avait trs vite relativis la porte et mis en vidence le caractre exceptionnel, voire extrme, du cas. Or, par son arrt rcent du 18 fvrier 2013, le Tribunal fdral parat dsormais tre moins restrictif cet gard. Nous mettons en vidence ci-dessous l'volution de la jurisprudence du Tribunal fdral depuis l'ATF 132 III 115.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_558/2012 vom 18. Februar 2013
Publiziert am 17. Juli 2013
Auslnderrecht
Neuprfung des Aufenthaltsrechts nach Straftat
Fnfjahresfrist von Art. 67 Abs. 3 AuG als Regel
Marc Spescha
Ein Einreiseverbot oder eine allfllige Neuregelung des Aufenthaltsrechts sind nach fnf Jahren periodisch und bei Vorliegen wichtiger Grnde jederzeit neu und umfassend zu prfen (Wiedererwgung). So hat das Bundesgericht in drei jngeren Urteilen entschieden, deren zwei altrechtlich Ausweisungen von EU-Brgern und eines die Einreisesperre bzw. das Aufenthaltsrecht eines Drittstaatsangehrigen betrafen. Nachfolgend wird das einlsslich begrndete, einen EU-Brger betreffende Urteil 2C_487/2012 ausfhrlich gewrdigt. Auf relevante Aspekte der Urteile BGE 2C_318/2012 und 2C_817/2012 wird ergnzend eingegangen.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_487/2012 vom 02. April 2013
Publiziert am 08. Juli 2013
Erbrecht
Ansprche der Erben bezglich Willensvollstreckerhonorar werden (sehr) kritisch beurteilt
Das Bundesgericht stellt nicht nur an die Sorgfalt des Willensvollstreckers, sondern auch an die der Erben bei berprfung des Willensvollstreckerhonorars hohe Anforderungen. Bei der Geltendmachung von Ansprchen sind diverse Stolperdrhte zu beachten.
Daniel Abt
Rechtsprechungsgemss ist von der Verantwortlichkeitsklage die Honorarrckforderung bei unsorgfltiger Mandatsfhrung durch den Willensvollstrecker zu unterscheiden. Zur Anhebung der Rckforderungsklage sind nur alle Erben gemeinsam legitimiert. Deshalb steht der eingeklagte Anspruch auf Rckerstattung des bezogenen Willensvollstreckerhonorars den Erben zur gesamten Hand zu.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_881/2012 vom 26. April 2013
Publiziert am 10. Juli 2013
Anwendungsbereich der ZPO in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit
Alexandra Hirt
In diesem zur Publikation vorgesehenen Entscheid hlt das Bundesgericht fr die freiwillige Gerichtsbarkeit fest, dass die ZPO nur dann als Bundesrecht anwendbar ist, wenn eine Angelegenheit nach Bundesrecht in die Zustndigkeit eines Gerichts fllt (E. 2.2). Hingegen bleibt ungeklrt, ob der Behrde bei der Protokollierung einer Ausschlagungserklrung eine berprfungsbefugnis zusteht; damit stellt das Bundesgericht seine bisherige - eine Kognition verneinende - Rechtsprechung in Frage (E. 3). Der Glubiger der Erblasserin wird die Ungltigkeit der Ausschlagung auf dem ordentlichen Prozessweg geltend machen mssen (E. 3).
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_44/2013 vom 25. April 2013 publiziert als BGE 139 III 225
Publiziert am 08. Juli 2013
Gesellschaftsrecht und Finanzmarktrecht
Auslegung der "geringfgigen nderung" des Art. 4 Abs. 1 lit. c GebV HReg
Stefan Wirz
Das Bundesgericht hat den Begriff der "geringfgigen nderung" von Art. 4 Abs. 1 lit. c GebV HReg ausgelegt. Es kommt dabei zum Schluss, dass die nderung der Firma einer GmbH durch Lschung eines Teils der Firma keine geringfgige nderung im Sinne von Art. 4 Abs. 1 lit. c GebV HReg ist.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_21/2013 vom 25. Juni 2013
Publiziert am 24. Juli 2013
IPR/IZPR und Arbitration
Strenge Rgeobliegenheit in Ablehnungskonstellationen
Simon Gabriel
Das Bundesgericht erachtet versptete Rgen in Ablehnungskonstellationen als verwirkt. Es stellt klar, dass die Ablehnungsfristen auch fr noch nicht besttigte "Schiedsrichterkandidaten" gelten. Die potentielle Verletzung eines "non-waivable red list"-Tatbestands der IBA Guidelines on Conflict of Interest in International Arbitration prft das Bundesgericht aufgrund Rgeverwirkung nicht. Damit liegt nahe, dass das Bundesgericht die Tatbestnde der "non-waivable red list" nicht rgeunabhngig als untragbar bernimmt.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_620/2012 vom 29. Mai 2013
Publiziert am 17. Juli 2013
Miet- und Pachtrecht
Bail ferme agricole
Prise en charge des grosses rparations - Indemnisation des amliorations apportes la chose afferme avec l'accord du bailleur - Dlai de prescription de l'action fonde sur l'enrichissement illgitime
Marino Montini
Le Tribunal fdral rappelle qu'au sens de la loi fdrale sur le bail ferme agricole, il appartient au bailleur d'excuter, ses frais, les grosses rparations ncessaires pendant la dure du bail, le fermier ne pouvant les excuter lui-mme que lorsque le bailleur, dment avis, ne les a pas entreprises dans un dlai convenable et qu'il n'a pas contest son obligation cet gard.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_679/2012 vom 01. Mai 2013
Publiziert am 17. Juli 2013
Sachenrecht
Was ist ein "Plan fr das Grundbuch" im Sinne von Art. 732 Abs. 2 ZGB?
Christina Schmid-Tschirren
Das Bundesgericht stellt klar, dass ein privater Plan, namentlich ein Architektenplan, keinen "Plan fr das Grundbuch" i.S.v. Art. 732 Abs. 2 ZGB darstellt. Erforderlich ist vielmehr ein aktueller Plan des Nachfhrungsgeometers mit sichtbaren Grundstcksgrenzen, Grundstcksnummern sowie ersichtlicher Lage der Gebude. Die Parteien drfen Einzeichnungen der Dienstbarkeit in einem solchen Plan - geometrisch eindeutig dargestellt (Art. 70 Abs. 3 GBV) - selber vornehmen. Solche Einzeichnungen werden allerdings nicht in das Vermessungswerk eingetragen, und sie nehmen am ffentlichen Glauben des Grundbuchs nicht teil.
Kommentar zu: BGE 138 III 742
Publiziert am 24. Juli 2013
Ausschluss des Gutglaubensschutzes aufgrund eines Gerchts
Marc Wolfer
Gutglubiger Erwerb von Kunstgegenstnden vor Inkrafttreten des KGTG: Der Kunsthandel Ende der 80er Jahre ist nicht generell als Markt zu betrachten, der in besonderem Masse dem Angebot von Waren zweifelhafter Herkunft ausgesetzt ist. Wird jedoch einem Kufer ein - aufgrund der Umstnde ernstzunehmendes - Gercht zugetragen, wonach sich von einem konkreten Knstler ein gestohlenes Bild auf dem Markt befinde, muss ihn dies zu weiteren Vorsichtsmassnahmen veranlassen. Im vorliegenden Fall wurden die vom Kufer getroffenen Massnahmen vom Bundesgericht als ungengend erachtet und ihm die Berufung auf seine Gutglubigkeit daher verwehrt.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_372/2012 vom 18. April 2013 publiziert als BGE 139 III 305
Publiziert am 24. Juli 2013
Steuerrecht
Double imposition intercantonale: le canton doit vrifier l'tat de fait et les motifs invoqus, mme lorsque seule la dcision d'un autre canton est critique
Daniel de Vries Reilingh
Dans le cadre d'un litige en matire de double imposition intercantonale, le recourant a port une dcision de dernire instance cantonale - qu'il a considre comme fonde - devant le Tribunal fdral pour pouvoir demander l'annulation de la dcision de taxation concurrente d'un autre canton - dj entre en force -, ce qui est admis. Notre Haute Cour a jug - dans son arrt 2C_243/2011 du 1er mai 2013 destin publication - qu'il rsulte de l'interdiction des nova (art. 99 LTF) que le canton o la procdure est mene jusqu'en dernire instance cantonale doit vrifier les arguments invoqus par le recourant mme si ce dernier considre que la dcision du canton en cause est juste. Dans cette constellation particulire - le recourant conteste la dcision du deuxime canton, quand bien-mme il la considre comme fonde -, le Tribunal fdral impose au canton concern de vrifier l'tat de fait et de tenir compte des motifs invoqus par le recourant mme lorsque ce dernier demande la confirmation de la dcision cantonale attaque et n'est par consquent pas ls.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_243/2011 vom 01. Mai 2013 publiziert als BGE 139 II 373
Publiziert am 17. Juli 2013
Strassenverkehrsrecht
Beschlagnahmebefehl bei einer qualifiziert groben Geschwindigkeitsberschreitung
Yann Moor
Das Bundesgericht prfte erstmals - wenn auch bloss mit beschrnkter Kognition - die Voraussetzungen des neuen Tatbestands der Einziehung von Motorfahrzeugen nach Art. 90a SVG im Zusammenhang mit einer Geschwindigkeitsberschreitung ausserorts von netto 69 km/h. Der Leitentscheid, der den kantonalen Beschlagnahmebefehl als rechtens beurteilt, vermag ungeachtet der bloss summarischen Prfung insbesondere deshalb nicht zu berzeugen, weil er das Fahrverbot des Beschwerdefhrers unter dem Gesichtspunkt der Gefhrdungsprognose gnzlich unbercksichtigt lsst.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 1B_98/2013 vom 25. April 2013 publiziert als BGE 139 IV 250
Publiziert am 09. Juli 2013
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