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Auslnderrecht
Nachehelicher Hrtefall bei Sorgerecht und Obhut ber ein Schweizer Kind
Marco Savoldelli
Das Auslndergesetz (AuG; SR 142.20) sieht vor, dass nach Auflsung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlngerung der Aufenthaltsbewilligung unter anderem dann fortbesteht, wenn wichtige persnliche Grnde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AuG). Im Urteil 2C_173/2011 vom 24. Juni 2011 ussert sich das Bundesgericht zu den Voraussetzungen fr die Erneuerung der Aufenthaltsbewilligung eines Auslnders, der das Sorgerecht und die Obhut ber ein Schweizer Kind ausbt. Es kommt zum Schluss, dass Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG in diesem Zusammenhang nicht enger auszulegen ist als Art. 8 EMRK.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_173/2011 vom 24. Juni 2011
Publiziert am 22. November 2011
Portata dell'art. 50 cpv. 1 lett. b LStr per stranieri con autorit parentale e custodia su un figlio svizzero
Marco Savoldelli
L'art. 50 della legge federale sugli stranieri (LStr; RS 142.20) prevede tra l'altro che, dopo lo scioglimento del matrimonio o della comunit familiare, il diritto del coniuge al rilascio e alla proroga del permesso di dimora in virt degli art. 42 e 43 LStr continui a sussistere quando gravi motivi personali rendono necessario il prosieguo del soggiorno in Svizzera (art. 50 cpv. 1 lett. b LStr). Dell'art. 50 LStr e dei suoi contenuti, il Tribunale federale si occupa anche nel giudizio che viene nel seguito riassunto. Dopo che nella sentenza 2C_327-8/2010 del 19 maggio 2011 aveva gi formulato una prima osservazione in tal senso (consid. 2.2. non pubblicato in DTF 137 I 247), nella sentenza 2C_173/2011 esso conferma in effetti che - in relazione al diritto di soggiorno di un genitore straniero con autorit parentale su un figlio svizzero - l'art. 50 cpv. 1 lett. b LStr non pu avere una portata minore di quella riconosciuta dalla giurisprudenza all'art. 8 CEDU. Esaminando il rispetto delle condizioni richieste dalla giurisprudenza sviluppata in merito all'art. 8 CEDU, giunge quindi alla conclusione che il prosieguo del soggiorno in Svizzera della ricorrente - genitore straniero con autorit parentale su un figlio svizzero - risulta giustificato anche dal sussistere di gravi motivi personali ai sensi dell'art. 50 cpv. 1 lett. b LStr.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_173/2011 vom 24. Juni 2011
Publiziert am 22. November 2011
Zweite Chance fr fristgerechten Familiennachzug
Thomas Hugi Yar
Das Bundesgericht gibt im zur Publikation bestimmten Urteil 2C_276/2011 vom 10. Oktober 2011 all jenen auslndischen Personen eine zweite Chance auf einen "fristgerechten" Familiennachzug gemss den Bestimmungen des Auslndergesetzes (AuG; SR 142.20), die ohne einen entsprechenden Anspruch (vgl. Art. 44 AuG) ein erstes Mal fristgerecht (vgl. Art. 47 AuG), aber erfolglos um einen solchen nachgesucht haben und in einer spteren Anspruchssituation (Art. 42 und 43 AuG) erneut unter Wahrung der Fristen um einen solchen ersuchen. Auerhalb der Fristen ist der Nachzug nur aus "wichtigen familiren Grnden" mglich (Art. 47 Abs. 4 AuG), wobei das Bundesgericht zur Auslegung dieses Begriffs auf seine bisherige - relativ strenge - Praxis zum nachtrglichen Teilfamiliennachzug unter dem Bundesgesetz vom 26. Mrz 1931 ber Aufenthalt und Niederlassung der Auslnder (ANAG) abstellt.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_276/2011 vom 10. Oktober 2011 publiziert als BGE 137 II 393
Publiziert am 08. November 2011
Energierecht
Die allgemeinen Systemdienstleistungskosten drfen nicht den Kraftwerken angelastet werden
Mariella Orelli
Gemss dem Bundesverwaltungsgericht sind die Kosten fr allgemeine Systemdienstleistungen nicht von Kraftwerksbetreibern, sondern (letztlich) vollumfnglich von den Endverbrauchern zu tragen. Es hiess eine Beschwerde von drei Kraftwerkbetreiberinnen gegen eine anderslautende Verfgung der Elektrizittskommission gut und erklrte dabei vorfrageweise Art. 31b Abs. 1 der Stromversorgungsverordnung vom 14. Mrz 2008 (StromVV; SR 734.71) fr teilweise und Art. 31b Abs. 2 StromVV fr vollstndig verfassungs- und gesetzeswidrig. Damit besttigte es seine mit Urteil vom 8. Juli 2010 i.S. Gommerkraftwerke AG (A-2607/2009) eingeleitete Rechtsprechung.
Kommentar zu: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-2502/2009 vom 24. Mai 2011
Publiziert am 11. November 2011
Erbrecht
Passivlegitimation bei der Anfechtung eines Teilungsurteils
Fabienne Wiget
Nicht nur bei Einreichung der Teilungsklage, sondern auch bei der Anfechtung eines Teilungsurteils mssen alle Erben ins Verfahren miteinbezogen werden. Dies gilt auch fr diejenigen, welche im vorinstanzlichen Verfahren auf der Seite des Beschwerdefhrers prozessiert haben (E. 2.1.2).
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 5A_372/2011 vom 04. Oktober 2011
Publiziert am 22. November 2011
IT-Recht
bertragbarkeit von Domainnamen
Lukas Bhlmann
In den zusammengelegten Verfahren 4A_39/2011 und 4A_47/2011 vom 8. August 2011 besttigt das Schweizer Bundesgericht seine bisherige Praxis, wonach in bestimmten Fllen (wie zum Beispiel bei Vorliegen einer Verwechslungsgefahr nach Art. 3 lit. d UWG) ein Anspruch auf bertragung widerrechtlich registrierter Domainnamen bestehen kann (in casu jedoch verneint).
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_39/2011 vom 08. August 2011
Publiziert am 15. November 2011
ffentliches Verfahrensrecht und Verwaltungsrecht
Abgrenzung von Rechtskraft und Rechtswirksamkeit
Mischa Morgenbesser
Das Bundesverwaltungsgericht verpflichtete am 23. August 2011 eine Fernmeldedienstanbieterin, innerhalb von drei Monaten ab Eintritt der Rechtskraft des Urteils das Programm einer Fernsehprogrammveranstalterin in ihrem analogen und weiterhin im digitalen Kabelnetz der Deutschschweiz unentgeltlich zu verbreiten. Die Fernmeldedienstanbieterin erhob gegen diesen Entscheid Beschwerde an das Bundesgericht. Mit Erluterungsbegehren beantragte die Fernsehprogrammveranstalterin die Klrung der Frage, ob unter "Eintritt der Rechtskraft" formelle Rechtskraft oder Rechtswirksamkeit zu verstehen sei.
Kommentar zu: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5683/2011 vom 27. Oktober 2011
Publiziert am 15. November 2011
Steuerrecht
Intrt actuel recourir en cas de remploi du gain immobilier, mme lorsque le remploi peut tre effectu en franchise d'impt (taxation zro)
Daniel de Vries Reilingh
Le Tribunal fdral a jug que tant l'autorit fiscale que le contribuable avaient un intrt juridique actuel que le gain immobilier dont l'imposition est reporte en totalit (franchise d'impt) soit fix et qu'une dcision y relative puisse tre attaque devant les tribunaux. Le fait qu'un tel gain ne soit, le cas chant, jamais impos n'y change en principe rien.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 2C_480/2010 vom 20. September 2011 publiziert als BGE 137 II 419
Publiziert am 15. November 2011
Vertragsrecht
Freizeichnungsklauseln in Grundstckkaufvertrgen
Voraussetzungen fr deren Ungltigkeit
Philipp Chiani / Markus Vischer
Das Bundesgericht hlt fest, dass die Ungltigkeit einer Freizeichnungsklausel unter anderem Kenntnis des Verkufers von der Mangelhaftigkeit des Grundstckes voraussetzt.
Kommentar zu: Urteil des Bundesgerichts 4A_196/2011 vom 04. Juli 2011
Publiziert am 15. November 2011
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